Wie ein Buch entsteht
Bis sich der Knoten löst

Die Buchstaben scheinen nur so aus dem Kugelschreiber auf das Papier zu kommen und werden zu Wörtern und Sätzen.
Es geht wirklich gut voran, könnte man meinen. Aber ich bin überhaupt nicht zufrieden. Vielleicht liegt es einfach an dem Kapitel, das ich nicht zufrieden bin. Bis jetzt fand ich ganz gut, was ich geschrieben habe. Doch das jetzige Kapitel, es spielt in der Vergangenheit, ist irgendwie nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Doch was habe ich mir vorgestellt? Etwas Bestimmtes, aber das kann in dem Kapitel noch geschehen. Dennoch bin ich an einem Punkt, wo ich sage: Das ganze Kapitel noch einmal neu von vorn. Aber ob ich es mache? Darüber muß ich erst einmal noch nachdenken.
Wie soll das Zusammentreffen stattfinden? Was soll ich beschreiben? Aus welcher Perspektive? Ich weiß es einfach nicht. Nur, daß es nicht so sein soll, wie ich es gerade schreibe bzw. geschrieben habe. Ich bin damit so unzufrieden.
Dabei läuft es doch wirklich gut. Die Spannung wird langsam aufgebaut, ich weiß ungefähr, wie viele Kapitel es pro Handlung sein sollen. - Zur Erinnerung: Es gibt eine Handlung in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit. - Die Kapitel sind auch nicht zu kurz und die Charaktere sind gut geworden.
Aber dieses Kapitel.
Es gibt Phasen des Schreibens, wo man sich fragt, wie man eigentlich etwas Vernünftiges zustande bringen soll. Solch eine Phase hat mich nun getroffen. Dagegen kann man nichts machen. Einfach weiterschreiben, das ist das einzige, was hilft. Dann wird es vielleicht wirklich besser oder es wird noch schlimmer. Ich hoffe aufs erste.
Mit dem zweiten Teil des Prologs war ich auch sehr unzufrieden, weil mir eine bestimmte Formulierung fehlte. Ich grübelte und grübelte und kam nicht drauf. Und auf einmal, ich dachte schon gar nicht mehr dran, da fiel es mir ein. So löst sich manchmal der Knoten schneller als man denkt. Und manchmal bleibt der Knoten ewig bis er verschwindet.

27.6.09 10:57
 


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